Das Verfahren an der AVA-Peter Klinik

Das PGS Verfahren sieht wie folgt aus:

  • Ovarstimulation, Eizellentnahme, IVF oder ICSI
  • Reifung des Embryos bis zum 5. Tag, d.h. dem Blastozystenstadium
  • Embryobiopsie am 5. Tag nach der Befruchtung und sofortiges Einfrieren der Blastozysten nach der Biopsie mittels Vitrifizierung

Die Schritte 1-3 können so oft wie nötig wiederholt werden, um die für Ihre Altersgruppe erforderliche Anzahl an Blastozysten zu erhalten, bei der mit hoher Wahrscheinlichkeit  mindestens ein euploides Embryo im Untersuchungsgut vorhanden ist. Schauen Sie bitte in der Tabelle "Embryonenbanking" nach, um die für Ihre Altersgruppe  ggfs. zur Untersuchung erforderliche  Embryonenanzahl  zu finden. 

  • Die Biopsieproben aller Embryonen werden auf alle 23 Chromosomenpaare hin untersucht.
  • Innerhalb eines Monats nach der letzten Eizellentnahme erhalten Sie von uns das  präimplantationsdiagnostische Untersuchungsergebnis.
  • Sofern mindestens ein euploides Embryo zur Verfügung steht, führen wir den Embryotransfer eines vormals gefrorenen Embryos während Ihres eintägigen Aufenthalts bei uns durch. Den Termin legen Sie selbst fest.

Mehr über den PGS und die angewendeten Methoden können Sie hier erfahren:

Embryobiopsie am 5. Tag

Bis vor Kurzem wurde die Embryobiopsie üblicherweise am 3. Tag nach der Befruchtung, d.h. im              8-zelligen Stadium, durchgeführt. Aufgrund dieses Zeitplans lag das Ergebnis der genetischen Untersuchung vor dem 5. Tag vor und der frische Embryotransfer konnte somit am 5. Tag durchgeführt werden.

Im Jahr 2011 wiesen Treff et al. nach, dass die Biopsie am 3. Tag an sich die Einnistungsfähigkeit des Embryos um mindestens 42% verringert.  Gleichzeitig wurde gezeigt, dass eine Biopsie am 5. Tag nach der Befruchtung  im Vergleich zu einer Kontrollgruppe keinen Einfluss auf die Implantationsrate hat.

 

Implantationsrate

Furchungsstadium (3. Tag)

Blastozystenstadium (5. Tag)

Biopsie

Keine Biopsie

Biopsie

31%

53%

52%

Der hauptsächliche Vorteil, der für eine Biopsie im Blastozystenstadium (5. Tag) im Vergleich zum Furchungsstadium spricht, ist die geringere Auswirkung der Biopsie auf die Lebensfähigkeit des Embryos.

Die Vitrifizierung von Blastozysten, bei denen eine Biopsieprobe entnommen wurde

Bei einer Biopsie am 5. Tag nach der Befruchtung stellt sich eine neue Herausforderung: entweder wird das Ergebnis der genetischen Untersuchung sehr schnell erlangt und der Embryotransfer am Morgen des 6. Tages durchgeführt oder ein Embryo wird mittels der sog. Kryokonservierung eingefroren, bis das Ergebnis der Untersuchung auf alle 23 Chromosomenpaare vorliegt.

Der Transfer eines frischen Embryos am 6. Tag nach der Befruchtung ist offenbar weniger effektiv als der Transfer von am 5. Tag im Blastozystenstadium eingefrorenen Embryonen, weil das enge Zeitfenster für den frischen Embryotransfer oft verpasst wird.

Das Verfahren, in dem Blastozysten unmittelbar nach der Biopsie eingefroren werden, bietet den einzigartigen Vorteil, ausreichend Zeit für die Untersuchung des Biopsiematerials zu gewinnen und gleichzeitig die Einnistungschancen nicht zu schmälern, weil der Embryotransfer in ein gut entwickeltes Endometrium erfolgt. Natürlich ist es unerlässlich, dass ein gut etabliertes Verfahren zum Einfrieren der Embryonen genutzt wird. An der AVA-Peter Klinik liegt die Überlebensrate der Blastozysten nach dem Einfrieren und Auftauen bei 95%; die von uns erzielte klinische Schwangerschaftsrate nach dem Transfer von zuvor eingefrorenen Embryonen liegt bei allen Patientenkollektiven (ohne PID) bei 45%.

Ist der Transfer eines zuvor eingefrorenen Embryos genauso gut wie der frische Embryotransfer?

In einer randomisierten, kontrollierten Studie sind der Transfer einer frischen euploiden Blastozyste und einer gefrorenen euploiden Blastozyste verglichen worden [Forman et al. 2013].  Die klinische Schwangerschaftsrate bei Transfer einer frischen euploiden Blastozyste betrug 65% gegenüber 55%  bei einer gefrorenen euploiden Blastozyste.

Klinische Ergebnisse bei Vitrifizierung

[Schoolcraft et al., 2010]

 

Zyklen

Alter der Mutter

Vorherige erfolglose Zyklen

Embryonen transferiert

Implantation (Dottersack im Ultraschall sichtbar)

PGS

45

37,7

2,4

2,0

72%

Kontrollgruppe

113

37,1

1,2

2,7

46%

Vorteile des gefrorenen Embryotransfers:

  • In einem Behandlungszyklus mit gefrorenen Embryonen ist die potentielle Aufnahmebereitschaft des Endometriums besser.
  • Ermöglicht die Nutzung der persönlichen Embryonenbank: es stehen mehr Embryonen zur Auswahl und das Risiko, keine Embryonen für den Transfer zur Verfügung zu haben, wird minimiert.
  • Die Untersuchungskosten pro Embryo werden dank der persönlichen Embryonenbank reduziert.  

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Julia Reutova,
Patientenkoordinatorin für Deutschland

Julia Reutova
Pay one — get two embryo transfers!

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