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Jüngere Patientinnen und Empfängerinnen von Eizellspenden

Jüngere Patientinnen, die eine gute Anzahl von Eizellen und Embryonen produzieren, sowie Empfängerinnen von Eizellspenden, die von einer einzelnen persönlichen Spenderin stammen, können den PGS zum Testen aller 23 Chromosomenpaare nutzen, um dieselben Lebendgeburtenraten mit einem genetisch untersuchten euploiden Embyro zu erzielen, wie mit zwei nicht untersuchten Embryonen. Warum ist der Embryotransfer von zwei „sehr gut aussehenden“ Embryonen für junge Patientinnen oder Empfängerinnen von Eizellspenden gefährlich? Der Grund hierfür liegt darin, dass es bei jeder zweiten Schwangeren nach dem Transfer von zwei, am 5. Tag nach der Befruchtung morphologisch sehr gut aussehenden Embryonen zu einer Zwillingsschwangerschaft kommt. Bedauerlicherweise führen solche Zwillingsschwangerschaften zu späten Fehlgeburten oder sehr frühen Frühgeburten und zwar fünf bis sechs Mal so häufig wie Ein-Kind-Schwangerschaften. Es scheint so, als sei der menschliche Körper dafür vorgesehen, lediglich ein gesundes Kind zur Zeit reifen zu lassen… Reicht ein euploides Embryo wirklich aus? Sind die Erfolgsquoten beim Transfer von einem euploiden Embyro höher als beim Transfer zweier nicht untersuchter Embryonen? Diese Frage haben Forman et al. im Jahr 2013 beantwortet, indem sie nachwiesen, dass der Transfer eines genetisch gesunden Embryos genauso wirksam ist, wie der Transfer zweier nicht getesteter Embryonen. Transfer einer einzigen euploiden Blastozyste nach PGS Transfer zweier Blastozysten ausschließlich aufgrund der Morphologie Andauernde Schwangerschaftsraten >24 Wochen 60,7% 65,1% Mehrlingsschwangerschaftsraten 0,0% 53,4% Reicht es aus, nur ein euploides Embryo zu transferieren, wenn Ihre Embryonen auf alle 23 Chromosomenpaare hin untersucht worden sind? Wäre der Transfer von zwei euploiden Embryonen aus irgendwelchen Gründen vorteilhafter? Mit dieser Frage haben sich Molin et al. 2013 beschäftigt. In ihrer Arbeit haben sie gezeigt, dass bei drei oder mehr zur Auswahl stehenden euploiden Blastozysten, der Transfer von zwei euploiden Embryonen im Vergleich zum Transfer von einem einzelnen keinerlei Vorteile aufweist (klinische Schwangerschaftsraten von 67% mit einem euploiden Embryo gegenüber 75% mit zwei euploiden Embryonen). Dennoch, wenn Ihnen lediglich zwei euploide Blastozysten zur Verfügung stehen, haben Sie keine große Auswahl. Sind nur zwei euploide Blastozysten vorhanden, so lassen sich die klinische Schwangerschaftsraten signifikant erhöhen, wenn zwei euploiden Blastozysten transferiert werden und nicht nur einer. Reicht ein euploides Embryo aus? Das hängt von der Anzahl der zur Auswahl stehenden euploiden Embryonen ab. euploid Anzahl der transferierten Embryonen Schwangerschaft/ Transfer Mehrlinge 1-2 1 42,9% (39/91) 0% (0/39) 1-2 2 66,7% (26/39) 42% (11/26) 3 oder mehr 1 67,1% (51/76) 6% (3/51) 3 oder mehr 2 75,5% (71/94) 52% (37/71) S. Molin et al., 2013 Human reprod Schlussfolgerung: Wenn Sie eine gute Anzahl von Eizellen und Embryonen produzieren oder Eizellen von einer jungen gesunden persönlichen Spenderin erhalten, hilft Ihnen der PGS dabei, ein Maximum an Effektivität und Sicherheit bei Ihrer IVF-Behandlung zu erreichen, indem ein euploides Embryo mit guter morphologischer Qualität transferiert wird.