Anwendung der PID in AVA-Peter
Praktische Anwendung der PID in unserer Klinik
In der Praxis wird die genetische Pr?implantationsdiagnostik bei uns f?r folgende Bereiche angewendet:
- Nachweis von unbalancierten Chromosomens?tzen in Embryonen von Translokations-tr?gern.
- Nachweis der h?ufigsten Aneuploidien (Chromosomen 13, 16, 18, 22, 23, X, Y).
- Feststellung des embryonalen Geschlechts.
Aneuploidie
Bei der Aneuploidie handelt es sich um eine abnorme Anzahl von Chromosomen.
Eine Untersuchung auf die h?ufigsten Aneuploidien ist bei allen Frauen indiziert, die ?lter als 35 Jahre sind und sich f?r eine IVF-Behandlung entschieden haben. Von diesem Alter an steigt die Anzahl der Eizellen mit einer zu hohen oder zu geringen chromosomalen Ausstattung erheblich an. Die Chromosomen 13, 16, 18, 21, 22, X, Y sind am h?ufigsten an Aneuploidien „beteiligt“, so ist das Down-Syndrom ein Beispiel der Aneuploidie: Im Gegensatz zu allen andern Chromosomen sind hier nicht zwei sondern drei des Chromosoms 21 vorhanden.
Das Vorliegen einer Aneuploidie bei anderen Chromosomen (siehe oben) kann zu Implantations-versagen oder einem Verlust der Schwangerschaft f?hren. Daher wird die PGD zum Nachweis der h?ufigsten Aneuploidien immer dann empfohlen, wenn es in der Vorgeschichte bereits zu drei oder mehr Fehlgeburten gekommen ist oder drei oder mehr IVF-Behandlungen ohne Erfolg durchgef?hrt wurden.
Der Nachweis von Aneuploidien mit Hilfe der PGD dient dem Ziel, die Empf?ngnisrate zu steigern und das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren.

Translokationen
Wir empfehlen PGD zum Nachweis von Translokationen bei den Paaren, bei denen einer der Partner Translokationstr?ger ist. Das Ziel der Untersuchung auf Translokationen ist die Steigerung der Empf?ngnisrate und die Verminderung des Fehlgeburtsrisikos, was dadurch erreicht wird, das ein oder mehrere Embryonen mit balancierten Chromosomens?tzen zum Transfer vorgesehen werden.
Auswahl des Geschlechts
Weil das Geschlecht des Kindes durch die PGD festgestellt werden kann, ist es hierdurch m?glich, die Vererbung einer geschlechtsgebundenen Erkrankung zu vermeiden, falls ein Elternteil Tr?ger der St?rung ist. Dar?ber hinaus kann das Geschlecht des Kindes auch aus Gr?nden des Gleichgewichts in der Familie bestimmt werden (z.B. wenn ein Ehepaar bereits einen Sohn hat und sich eine Tochter w?nscht).


