Wie beginnt eine Schwangerschaft?
1. Schritt: FSH stimuliert in der ersten Zyklush?lfte das Wachstum eines winzigen Eibl?schens (Follikel) im Eierstock. Dieses Eibl?schen enth?lt eine Eizelle (Oozyte). Die Follikelzellen produzieren weibliche Sexualhormone (?strogene), die ihrerseits wiederum das Wachstum der Geb?rmutterschleimhaut (Endometrium) anregen (Abb. 1).
2. Schritt: Sobald eine Eizelle fertig herangereift ist, l?st ein rascher Anstieg des LH den Eisprung (Ovulation) aus. Normalerweise geschieht dies um den 14.-16. Zyklustag. Das Eibl?schen platzt auf und die befruchtungsf?hige Eizelle wandert in die Eileiter. Die aus diesem Vorgang entstehende Form des Follikels wird Corpus luteum (Gelbk?rper) genannt. Der Gelbk?rper produziert das Hormon Progesteron, welches die Geb?rmutter auf eine m?gliche Empf?ngnis vorbereitet.
3. Schritt: Die Eizelle bewegt sich durch die Eileiter hindurch in Richtung Geb?rmutter und wird noch im Eileiter befruchtet. Es schafft immer nur eine einzige Samenzelle (Spermium), die H?lle der Eizelle zu durchdringen.

Abb. 1. Bef\ginn einer Schwangerschaft.
Das genetische Material von Mutter und Vater verschmelzen miteinander und ein neues Leben entsteht. In diesem Moment wird ein so genannter Zygote geschaffen und die Entwicklung des Embryos beginnt.
4. Schritt: Die ersten Zellteilungen finden statt, w?hrend der Embryo sich in Richtung Geb?rmutter bewegt. Unmittelbar bevor er die Geb?rmutter erreicht, schl?pft der Embryo aus der Eih?lle.
5. Schritt: Am 6.-8. Tag nach der Befruchtung erreicht der Embryo die Geb?rmutter und nistet sich dort in der n?hrstoffreichen Schleimhaut ein; dieser Vorgang wird Implantation, bzw. Einnistung genannt.
Sowohl der Embryo als auch sp?ter die Plazenta, (Mutterkuchen) produzieren Hormone, die gleich zu Beginn schwangerschaftserhaltend wirken. Kommt es zu keiner Befruchtung oder schafft es der Embryo nicht, die Geb?rmutter zu erreichen, so wird die Geb?rmutterschleimhaut mit der Regelblutung wieder abgesto?en und der Zyklus beginnt von neuem.
Auch wenn die Hormone gut aufeinander abgestimmt wirksam werden, ist eine erfolgreiche Empf?ngnis kein einfacher Vorgang. Bei jungen gesunden Paaren liegt die Empf?ngnisrate pro Monatszyklus bei ungesch?tztem Geschlechtsverkehr bei unter 20 Prozent. Es gibt verschiedene Ursachen f?r so eine niedrige Rate, so k?nnen z.B. die Reifung der Eizelle oder das Zusammenspiel der Hormone gest?rt sein. Die Befruchtung ist m?glicherweise nicht erfolgreich verlaufen, weil es einfach nicht der richtige Zeitpunkt war oder die Zellteilung des Embryos war fehlerhaft, so dass er sich nicht in der Geb?rmutter einnisten konnte. Daher sprechen wir erst von Unfruchtbarkeit (Infertilit?t), wenn es trotz ungesch?tzten Geschlechtsverkehrs nicht innerhalb von 12 Monaten oder dar?ber hinaus zu einer Schwangerschaft kommt.


