ICSI

 

ICSI

ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion), auch Mikroinjektion genannt, ist eine spezielle Art der In-vitro-Fertilisation, die bei hochgradiger Unfruchtbarkeit des Mannes ange-wendet wird. Eine zu geringe Anzahl an aktiven Spermien im Ejakulat, d.h. eine ausgeprägte Form der Oligo- und/oder Astheno- und/oder Teratozoospermie hat eine sehr geringe Befrucht-ungsrate zur Folge. Die Hauptzielsetzung einer ICSI ist daher, sicherzustellen, dass die Samen-zelle in die Eizelle eindringt, sie also befruchtet. Um das ICSI-Verfahren erfolgreich durchführen zu können, reicht es schon aus, wenn nur eine einzige lebende Samenzelle im Ejakulat vor-handen ist.

 

Das ICSI-Verfahren soll in der Hauptsache sicherstellen, dass die Samenzelle die Hülle der Eizelle durchdringt. Eine ICSI kann schon mit einer einzigen lebenden Samenzelle erfolgreich durchgeführt werden.

 

ICSI procedure schematic

Abb.1 ICSI

  1. Nadelspitze
  2. Pipette
  3. Eizelle
  4. Samenzelle

 

 

Die Indikation zur Mikroinjektion ist auch gegeben, wenn beim Mann eine akute immuno-logisch-bedingte Fruchtbarkeitsstörung vorliegt.

 

ICSI wird auch dann eingesetzt, wenn die Befruchtung in vorangegangenen IVF-Behandlungen nicht sehr erfolgreich war (weniger als 50 Prozent befruchtete Eizellen) und bei einer geringen Anzahl an Eizellen.

Unter einem speziellen Mikroskop wird eine einzelne Samenzelle in eine sehr dünne Glaspipette aufgezogen und unmittelbar in die Eizelle eingebracht (Abb. 1).

Diese Mikroinjektion ahmt den natürlichen Vorgang des Eindringens einer Samenzelle in die Eizelle nach. Wenn die Befruchtung und Zellteilung erfolgreich stattgefunden haben, erfolgt der Embryotransfer wie beim üblichen IVF-Verfahren zwei bis fünf Tage später.

 

Klinische Schwangerschaftsraten in 2006 - 2012:

 

nach dem Transfer von 2 frischen Embryonen in einem ICSI Zyklus - 46,49%

 


ICSI and Embryo Development

Abb.2 ICSI and Embryo Development

 

Hinsichtlich der Güte des Embryos und der Schwangerschaftsrate sind die Befruchtung mittels ICSI und die herkömmliche In-vitro-Fertilisation absolut gleich.

 

Das ICSI-Verfahren und die Methoden der traditionellen extrakorporalen Befruchtung unter-scheiden sich einzig und allein durch die Schritte, die im Labor durchgeführt werden. Alle anderen Phasen und Verfahren, d.h. Stimulation, Follikelpunktion, Embryotransfer und Behandlung nach erfolgter Übertragung des Embryos, verlaufen ganz genau wie bei der üblichen IVF.

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