Behandlung mit einer Embryonenspende

An einer Fruchtbarkeitsbehandlung mittels einer Embryonenspende sind drei Menschen beteiligt: die Ei- und Samenzellenspender sowie die Empfängerin der Embryonenspende. Unsere Ärzte lernen die Spender persönlich kennen, um dadurch eine größtmögliche Übereinstimmung bei den Merkmalen aller Beteiligten zu erzielen. Sofern Sie die Erstberatung an der AVA-Peter Klinik nicht in Anspruch nehmen, benutzen wir die Fotos und Informationen, die wir von Ihnen erhalten haben, um eine solche Übereinstimmung zu erreichen.

Rahmenbedingungen für die Behandlung mithilfe einer Embryonenspende
Am Embryonenspendenprogramm der AVA-Peter Klinik können Empfängerinnen bis zum Alter von 50 Jahren teilnehmen. Anonyme Embryonen-, Ei- und Samenzellspenden sind nach russischem Gesetz zulässig und es gibt keine Wartezeiten für Behandlungen mit gespendeten Ei- und Samenzellen.
Alle Eizellspenderinnen, die in der AVA-Peter Datenbank geführt werden, sind jünger als 30 Jahre und haben bereits mindestens ein eigenes Kind. Das Durchschnittsalter der Spenderinnen liegt bei nur 26 Jahren. Unsere Samenspender sind gesunde, sportliche Männer zwischen 25 und 40 Jahren, die auch mindestens ein eigenes Kind haben. Sobald wir passende Spender für Sie gefunden haben, mit denen Sie sich einverstanden erklären, kann die Fruchtbarkeitsbehandlung mithilfe einer Embryonenspende beginnen.
Synchronisierung der Menstruationszyklen
Wenn Sie frische Embryonen für die Fruchtbarkeitsbehandlung nutzen möchten, müssen sowohl Sie als auch die Eizellspenderin jeweils am Beginn ihres monatlichen Zyklus sein. Daher müssen die beiden Menstruationszyklen in einem ersten Schritt synchronisiert werden. Auch wenn Sie überhaupt keine Regelblutung mehr haben oder nur noch eine unregelmäßige, können wir die Menstruation zum richtigen Zeitpunkt auslösen. Um dies zu erreichen, werden der Spenderin und der Empfängerin Verhütungsmittel (kombinierte Antibabypillen) nach dem zuvor vereinbarten Terminplan verordnet. Gelegentlich kann es sein, dass bei den Empfängerinnen zur Wachstumsförderung der Gebärmittelschleimhaut einige ‚Probezyklen’ erforderlich sind, ehe mit dem eigentlichen Behandlungszyklus für den Embryotransfer begonnen werden kann. Sowohl die Eizellspenderin als auch die Empfängerin beenden die Pilleneinnahme an ein und demselben Tag. Dies löst bei beiden Beteiligten eine sogenannte Abbruchblutung (Menstruation) aus, so dass sie nun ihre Behandlungen beginnen können.
Wenn Sie gefrorene Embryonen in Anspruch nehmen entfällt die Synchronisation; es ist dennoch ratsam eine Antibabypille zu nehmen, um den besten Tag für den Embryotransfer im Voraus planen zu können.

Behandlung der Eizellspenderin
Sobald die Regelblutung der Spenderin anfängt, wird eine Ultraschalluntersuchung (der Gebärmutter) durchgeführt, um Gewissheit zu erlangen, dass die Eierstöcke nicht aktiv sind und die Gebärmutterschleimhaut dünn ist. Ihre Eizellspenderin nimmt nun ein Medikament ein, um die Produktion der Eizellen in den Eierstöcken anzuregen. Wenige Tage danach erfolgt eine weitere Ultraschalluntersuchung, ehe dann die eigene Hormonaktivität unterdrückt und die vorzeitige Freisetzung von Eizellen vermieden wird. In der weiteren Folge werden noch ein oder zwei weitere Untersuchungen per Ultraschall vorgenommen, um das Follikelwachstum und die Wirkung der Hormongabe zu überprüfen. Nach ungefähr zehn Tagen nimmt die Spenderin ein zusätzliches Hormonpräparat ein, das die Eizellen auf die Entnahme vorbereitet. Die eigentliche Entnahme der Eizellen aus den Follikeln erfolgt dann mittels einer durch die Scheide in den Eierstock eingeführten Nadel. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, damit die Spenderin keine Schmerzen hat. Wenn Sie sich für eine „persönliche“ Spenderin entschieden haben, erhalten Sie sämtliche Eizellen, die entnommen werden. Diese werden mit den Samenzellen Ihres „persönlichen“ Samenspenders befruchtet, um die Embryonen zu kultivieren, die ausschließlich für Ihre eigene Fruchtbarkeitsbehandlung genutzt werden. Sofern Ihre Eizellspenderin eine „Klinikspenderin“ ist, werden die Eizellen mit den Samenzellen eines „Klinikspenders“ befruchtet und die entstandenen Embryonen werden bei der Behandlung von mehr als einer Frau eingesetzt. Je nach Wunsch werden ein bis zwei qualitativ hochwertige Embryonen in Ihre Gebärmutter eingepflanzt und die übrigen Embryonen werden in unsere Embryonenbank integriert. Nach dem Eingriff ruht sich Ihre Spenderin ein wenig aus, damit die Narkose abklingen kann und geht den Rest des Tages ruhig an. Sie hat ihre Aufgabe nun erfüllt und ihre nächste Regelblutung wird in ca. zehn Tage einsetzen.

Behandlung der Empfängerin der Embryonenspende
Bei der Embryoempfängerin (Frauen, die für eine Schwangerschaft gespendete Ei- und Samenzellen in Anspruch nehmen müssen) kommt es entweder noch zu monatlichen Regelblutung oder auch nicht. Gleichgültig, ob Sie nun eine Blutung haben oder nicht, werden Sie in den meisten Fällen über einen bestimmten Zeitraum hinweg die Antibabypille nehmen und sie dann absetzen müssen. Dies sollte dann zu einer „Abbruchblutung“ oder Regel führen. Eine Woche vor Einnahme der letzten Pille wird Ihnen gegebenenfalls ein „herunter-regulierendes“ Mittel gespritzt. Gelegentlich ist mehr als ein „Probezyklus“ erforderlich, um sicherzugehen, dass Ihre Gebärmutterschleimhaut gut auf die Medikamente anspricht, d.h. zufriedenstellend wächst. Ihr betreuender Arzt, bzw. Ihre betreuende Ärztin von der AVA-Peter Klinik wird die genauen Angaben hierzu in Ihrem persönlichen Behandlungsplan aufführen. Üblicherweise wird dann vor Beginn der Behandlung per Ultraschall überprüft, ob die Gebärmutterschleimhaut dünn ist und keine Zysten in den Eierstöcken vorliegen (gespendete Embryonen sind ja ein sehr wertvolles Gut und Ihr Arzt, bzw. Ihre Ärztin von der AVA-Peter Klink möchte sicherstellen, dass Ihre Gebärmutter für den Embryotransfer auch in bestmöglichem Zustand ist). Zum Wiederaufbau Ihrer Gebärmutterschleimhaut wird Ihnen ein Östrogenpräparat verschrieben, entweder als Tablette, Pflaster und/oder Salbe. Fünf Tage vor dem vorgesehen Termin für den Embryotransfer nehmen Sie zusätzlich zum Östrogen auch noch ein progesteronhaltiges Mittel, zumeist in Form eines Vaginalzäpfchens oder einer Salbe.
Befruchtung und Embryotransfer
Die frischen entnommenen gespendeten Eizellen werden mit den Samenzellen des Spenders befruchtet und für drei oder (meistens) fünf Tage in unserem Labor kultiviert. Während dieser Zeit teilen und entwickeln sich die Zellen weiter. Am 5. Tag bezeichnet man die Embryonen als Blastozysten. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem unsere Embryologen beurteilen können, welche Embryonen die besten Eignungsvoraussetzungen zu haben scheinen. Am Tage des Embryotransfers werden dann ein oder zwei der besten Embryonen mit einem dünnen, weichen Plastikkatheter durch die Scheide und den Muttermund in die Gebärmutter der Empfängerin eingebracht. Der Eingriff ist im Allgemeinen schmerzfrei und dauert nicht lange. Sofern eingefrorene Embryonen aus unserer Embryonenbank genutzt werden sollen, werden diese gemäß Ihres persönlichen Behandlungsschemas zum richtigen Zeitpunkt aufgetaut.
Um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft auf ein Minimum zu reduzieren, transferieren wir in einem Behandlungszyklus niemals mehr als zwei Embryonen. Sofern Sie sich für „persönliche“ Spender entschieden haben, können die verbleibenden überzähligen Embryonen eingefroren werden, wenn ihre Qualität ausreicht. Die Embryonen sind jetzt Ihr Eigentum und stehen Ihnen für spätere Schwangerschaften oder, falls erforderlich, weitere Behandlungszyklen zur Verfügung.
Die Hormontherapie mit Östrogen und Progesteron wird auch nach dem Embryotransfer fortgesetzt. Nach zwei Wochen wird dann ein Schwangerschaftstest durchgeführt, entweder mittels einer Blut- oder Urinprobe. Bei einem positiven Testergebnis sollten Sie zwei Wochen danach eine Ultraschalluntersuchung zur Bestätigung der Schwangerschaft machen lassen. Wenn auf dem Ultraschallbild eine sogenannte „fötale Verdickung“ (die wie ein Reiskorn im Dottersack aussieht) zu sehen ist, kann das als klinischer Schwangerschaftsnachweis gewertet werden. Sie sollten die Einnahme der Östrogen- und Progesteronpräparate bis zur 12. Schwangerschaftswoche fortsetzen und danach bis zur 20. Woche nur noch das Progesteronhaltige Mittel einnehmen.
Falls Ihr Schwangerschaftstest negativ ausgefallen sein sollte, besteht leider nur eine ausgesprochen geringe Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger sind. Dennoch nehmen einige Patientinnen ihre Medikamente weiterhin und lassen ein paar Tage später noch einmal einen Schwangerschaftstest machen. Wenn dieser Test auch ergibt, dass keine Schwangerschaft vorliegt, kann die Hormonbehandlung abgesetzt werden. Bedenken Sie bitte, dass Bluttests empfindlicher sind als Urintests und dass in einem Bluttest kleinste Spuren vom HCG-Hormon, dem so genannten Schwangerschaftshormon nachgewiesen werden könnten, die darauf hinweisen, dass sich das Embryo, bzw. die Embryonen tatsächlich in Ihrer Gebärmutter eingenistet hatten, sich dann aber bedauerlicherweise nicht weiter entwickelt haben. Vielleicht hilft Ihnen das, wenn es um die Entscheidung zu einem neuerlichen Behandlungszyklus mit einer Embryonenspende geht.
Teilen Sie uns bitte das Ergebnis Ihres Schwangerschaftstests so bald wie möglich mit. Wenn Sie schwanger geworden sind, halten Sie uns bitte über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden. Wir werden Sie bis zur 12. Schwangerschaftswoche per E-Mail mit medizinischen Informationen versorgen. Und falls es dieses Mal nicht so geklappt hat, wie Sie sich das erhofft hatten, werden wir unser Bestes tun, um Ihnen den Beistand und Rat zu geben, den Sie jetzt brauchen.
Ebenso wie bei jeder anderen Schwangerschaft besteht auch nach einer IVF-Behandlung ein geringes Risiko, dass es zu einer Fehlgeburt, einer ektopischen Schwangerschaft oder einer fötalen Fehlbildung kommt, bzw. Komplikationen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft oder bei der Geburt auftreten. Aufgrund der zusätzlichen Medikamentengabe während der ersten drei Monate der Schwangerschaft ist das Risiko, eine Fehlgeburt nach einer Behandlung mithilfe einer Embryonenspende an der AVA-Peter Klinik zu erleiden, allerdings nicht höher also bei Schwangerschaften nach einer anderen Form von IVF-Behandlung.
Interessieren Sie sich für eine Embryoadoption in der AVA-Peter Klinik?
Bitte füllen Sie zunächst unseren Fragebogen ausEiner unserer erfahrenen Ärzte wird den Fragebogen auswerten und sich dann mit Ihnen je nach Wunsch telefonisch oder per E-Mail in Verbindung setzen.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie einfach folgende Nummer an: 007 81 2336 3059. Dort werden Ihre Fragen zwischen 07:00 und 14:00 Uhr Deutscher Zeit Uhr auf Deutsch beantwortet. If you have any questions, an Sie können auch jederzeit eine E-Mail an folgende Anschrift senden: info@clinic.avapeter.com
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