Wie funktioniert die Eizellspende bei AVA-PETER?
Die Frauen, die bei AVA-PETER eine Eizellspende erhalten, haben das 50. Lebensjahr nicht überschritten.
Auch wenn es für das anonyme Eizellspende keine Warteliste an unserer Klinik gibt, führen wir die zwei zulässigen Varianten durch (bekannte oder anonyme Eizellspende).
Wir meinen, das jedes Paar die unterschiedlichen Arten der Eizellspende verschieden bewertet und sich möglicherweise vor dem unbekannten Genmaterial fürchtet, während es Vertrauen in die eigene Spenderin hat. Die Patienten entscheiden selbst, ob sie eine absolut anonyme oder ihre eigene Eizellspenderin haben möchten. Wir liefern alle Informationen, die für eine Entscheidungsfindung erforderlich sind. In 80 Prozent der Fälle entscheiden sich unsere Patienten für eine anonyme Eizellspenderin und in 20 Prozent für die eigene.
In jedem Falle (bekannte oder anonyme Eizellspende) wird die Stimulationsbehandlung der Eizellspenderin ausschließlich für ein bestimmtes Paar durchgeführt. Alle Eizellen, die bei dieser Stimulationsbehandlung gewonnen werden, gehören dem Paar und werden mit den Samenzellen des Partners befruchtet. Die überzähligen Embryonen können eingefroren werden, sind Eigentum dieses Paares und können für weitere Schwangerschaften oder Behandlungszyklen verwendet werden.
In Anbetracht des sehr geringen Risikos, eine ernste Infektionskrankheit durch die Eizellspende zu übertragen (ESHRE Arbeitsgruppe Ethik und Recht 2002) und weil die Erfolgsquote bei einem Behandlungszyklus mit frischen Embryonen höher ist als mit eingefrorenen und es keine rechtlichen Beschränkungen in dieser Frage gibt, frieren wir die Embryonen für ein halbes Jahr vor dem Transfer nicht ein.
Klinische Schwangerschaftsraten in 2006-2008:
nach dem Transfer von 2 frischen Embryonen im Blastozyststadium bei Eizellspende - 60%
Bei der Auswahl einer anonymen Spenderin berücksichtigen wir einige grundsätzliche Phäne, d.h. äußerliche, genetisch kontrollierte Merkmale (Körpergröße, Augen- und Haarfarbe, Haut), die Blutgruppe, den Rhesusfaktor und zusätzlich besondere Kriterien des Paares. Die Eizell-empfängerin erhält umfassende, nicht-personenbezogene Auskünfte über die Spenderin (d.h. Informationen, die keine persönlichen Daten enthalten). Um die Anonymität der Spenderin zu wahren, geben wir keine Fotos von ihr weiter.
Sofern die Eizellen von einer bekannten Spenderin stammen, kann die Altersbeschränkung heraufgesetzt werden. In solchen Fällen informieren wir die Patienten über höhere genetische Risiken und empfehlen, dass nach der stattgefundenen Befruchtung Pränataldiagnostik durch-geführt wird.
Vollständige Anonymität wird von den Gesetzen der Russischen Föderation gestützt (Grund-satzgesetzgebung der Russischen Föderation zum Schutz der menschlichen Gesundheit‚, novellierte Fassung mit Wirkung vom 20. Dezember 1999, Artikel 35). Wir respektieren diese absolute Anonymität und befolgen sie mit größter Sorgfalt. Wir informieren unsere Patienten darüber, dass das Verfahren absolut anonym abläuft und keinerlei identifizierbare Personendaten an die Eltern oder die Spenderin gegeben werden. Keinerlei Informationen über die Spende an sich werden dem Kind von der Klinik mitgeteilt. Wir glauben, dass die Eltern, die Spenderin und das Kind auf diese Art und Weise geschützt werden.
Die Fachliteratur, in der die Vor- und Nachteile diskutiert werden, ob einem Kind mitgeteilt werden soll, dass gespendete Eizellen in Anspruch genommen wurden oder nicht, ist vor-nehmlich von rein theoretischem Nutzen, denn es ist nichts über langfristige Folgen bekannt.
Wir halten es für unsere Aufgabe, den Paaren wahre und faire Informationen an die Hand zu geben und ihnen damit die Möglichkeit zu eröffnen, selbst zu entscheiden, welches Modell der familiären Beziehungen für sie am besten ist.



