Eizellspende – Verfahren und Medikamente

An einer Fruchtbarkeitsbehandlung mittels einer Eizellspende sind drei Menschen beteiligt: die Eizellspenderin, die Empfängerin der Spende und der Mann, dessen Samenzellen zur Befruchtung der gespendeten Eizellen verwendet werden.  Dies könnte Ihr Ehemann oder Lebenspartner sein oder aber auch ein Samenspender.  

Alle Frauen unter 51 sind uns an der AVA-Peter Klinik willkommen, ganz gleich ob sie verheiratet, ledig oder in einer festen Beziehung sind. Unsere Eizellspenderinnen sind durchweg jünger als 30 und haben mindestens ein eigenes Kind. Die Eizellspenderinnen  unterziehen sich einer gründlichen medizinischen Untersuchung und geben der AVA-Peter Klinik detaillierte Auskunft über ihre eigene Krankengeschichte sowie die ihrer Familie (Eltern, Geschwister, Kinder). Darüber hinaus überlassen sie der AVA-Peter Klinik Fotos, die sie im Alter unter 10 Jahren und als Erwachsene zeigen. Sofern Sie lieber Ihre eigene Eizellspenderin mitbringen möchten (wie z.B. eine Verwandte oder Freundin), ist das natürlich auch problemlos möglich. 

Auswahl der Spenderin

Wir bieten Ihnen die einzigartige Möglichkeit, selbst eine Spenderin aus  unserer umfangreichen Datenbank mit Eizellspenderinnen auszusuchen –  eine solche Datenbank ist EINZIGARTIG IN GANZ EUROPA!  Wenn es Ihnen aber lieber ist, bieten wir als Alternative an, dass wir an der AVA-Peter Klinik selbst in Übereinstimmung mit Ihren grundlegenden äußerlichen Merkmalen eine passende Spenderin auswählen.

Synchronisierung der Menstruationszyklen

Sowohl Sie als auch die Eizellspenderin  müssen jeweils am Beginn des  monatlichen Zyklus sein, um die Behandlung mit  gespendeten Eizellen aufnehmen zu können. Daher müssen die beiden Menstruationszyklen in einem ersten Schritt synchronisiert werden. Auch wenn Sie überhaupt keine Regelblutung mehr haben oder sie nur noch unregelmäßig ist, können wir die Menstruation zum richtigen Zeitpunkt auslösen. Um dies zu erreichen, werden der Spenderin und der Empfängerin Hormonpräparate nach dem zuvor vereinbarten Terminplan verordnet. Gelegentlich kann es sein, dass bei den Empfängerinnen zur Wachstumsförderung der Gebärmittelschleimhaut einige ‚Probezyklen' erforderlich sind, ehe mit dem eigentlichen Behandlungszyklus für den Embryotransfer begonnen werden kann. Sowohl die Eizellspenderin als auch die Empfängerin beenden die Medikamenteneinnahme an ein und demselben Tag. Dies löst bei beiden Beteiligten eine sogenannte "Abbruchblutung" (Menstruation) aus, so dass sie nun ihre jeweilige Behandlung beginnen können. 

Wenn Sie gefrorene Embryonen in Anspruch nehmen entfällt die Synchronisation mit der Spenderin und die Behandlung kann während Ihres natürlichen Zyklus durchgeführt werden. Um mehr darüber zu erfahren, fordern Sie bitte eine unverbindliche, kostenfreie Telefonberatung an.

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Behandlung der Eizellspenderin

Sobald die Regelblutung der Spenderin anfängt, wird eine Ultraschalluntersuchung (der Gebärmutter und der Eierstöcke) durchgeführt, um Gewissheit zu erlangen, dass die Eierstöcke nicht aktiv sind und die Gebärmutterschleimhaut dünn ist. Ihre Eizellspenderin nimmt nun ein Medikament ein, um die Produktion der Eizellen in den Eierstöcken anzuregen. Wenige Tage danach erfolgt eine weitere Ultraschalluntersuchung, ehe dann mittels Medikamentengabe die eigene Hormonaktivität unterdrückt und die vorzeitige Freisetzung von Eizellen vermieden wird. In der weiteren Folge werden noch ein oder zwei weitere Untersuchungen per Ultraschall vorgenommen, um das Follikelwachstum in den Eierstöcken und die Wirkung der Hormondosis zu überprüfen. Nach ungefähr zehn Tagen nimmt die Spenderin ein zusätzliches Hormonpräparat ein, das die Eizellen auf die Entnahme vorbereitet. Die eigentliche Entnahme der Eizellen aus den Follikeln erfolgt dann mittels einer durch die Scheide in den Eierstock eingeführten Nadel. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, damit die Spenderin keine Schmerzen hat. Da es sich um Ihre persönliche Spenderin  handelt, erhalten Sie sämtliche Eizellen, die entnommen werden. Nach dem Eingriff ruht sich Ihre Spenderin ein wenig aus, damit die Narkose abklingen kann und geht den Rest des Tages ruhig an. Sie hat ihre Aufgabe nun erfüllt und ihre nächste Regelblutung wird in ca. zehn Tage einsetzen.     

Behandlung der Empfängerin der Eizellspende

Es ist sehr wichtig tieferliegender Probleme, die möglicherweise Ihre Erfolgsaussichten schmälern zu diagnostizieren.  Unsere primäre Aufgabe ist es also zunächst, diese Probleme nachhaltig zu lösen, damit dann baldmöglichst bei Ihnen ein erfolgreich verlaufender Embryotransfer vorgenommen werden kann.  

Bei der Empfängerin einer Eizellspende (Frauen, die für eine Schwangerschaft gespendete Eizellen in Anspruch nehmen müssen) kommt es entweder noch zu monatlichen Regelblutung oder auch nicht. Gleichgültig, ob Sie nun eine Blutung haben oder nicht, werden Sie in den meisten Fällen über einen bestimmten Zeitraum hinweg Hormonpräparate nehmen und sie dann absetzen müssen. Dies sollte dann zu einer "Abbruchblutung" oder Regel führen. Gelegentlich ist mehr als ein "Probezyklus" erforderlich, um sicherzugehen, dass Ihre Gebärmutterschleimhaut gut auf die Medikamente anspricht, d.h. zufriedenstellend wächst. Ihr betreuender Arzt, bzw. Ihre betreuende Ärztin von der AVA-Peter Klinik wird die genauen Angaben hierzu in Ihrem persönlichen Behandlungsplan aufführen. Möglicherweise wird Ihnen auch ein oder mehrere Male ein sog. "herunter-regulierendes" Medikament gespritzt, um die vorzeitige Ovulation zu vermeiden und das "Implantationsfenster" zu verrücken, damit es optimal mit Ihrer Eizellspenderin synchronisiert wird. Üblicherweise wird dann vor Beginn der Behandlung per Ultraschall überprüft, ob die Gebärmutterschleimhaut dünn ist und keine Zysten in den Eierstöcken vorliegen (gespendete Embryonen sind schließlich ein sehr wertvolles Gut und Ihre Ärztin von der AVA-Peter Klink möchte sicherstellen, dass Ihre Gebärmutter für den Embryotransfer auch in bestmöglichem Zustand ist). Zum Wiederaufbau Ihrer Gebärmutterschleimhaut wird Ihnen ein Östrogenpräparat verschrieben, entweder als Tablette, Pflaster und/oder Salbe. Fünf Tage vor dem vorgesehen Termin für den Embryotransfer nehmen Sie zusätzlich zum Östrogen auch noch ein progesteronhaltiges Mittel, zumeist in Form von Vaginalzäpfchen oder einer Salbe.  

Der männliche Partner

Die gespendeten Eizellen werden am Tag ihrer Entnahme entweder mit frischen oder aufgetauten Samenzellen befruchtet.  Falls Ihr Ehemann oder Lebenspartner bei Ihrem ersten Besuch in unserer Klinik in St. Petersburg Samenzellen abgegeben hat, können diese eigefroren und am Tag der Eizellentnahme wieder aufgetaut werden, damit der Aufenthalt für den Embryotransfer an sich kürzer sein kann.  

Wir raten dem männlichen Partner,  2 bis 5 Tage ehe er die Samenzellen entweder  zum Einfrieren oder zum Befruchten abgibt, keine Ejakulation zu haben (beim Sex oder beim Masturbieren).  Die Samenzellen können in einem privaten Raum in unserer Klinik oder in Ihrem Hotelzimmer aufgefangen werden. Der Behälter mit den Samenzellen muss innerhalb einer Stunde nach der Ejakulation bei uns abgegeben werden und die Spermien müssen während des Transports Zimmertemperatur haben.

Befruchtung und Embryotransfer

Die entnommenen gespendeten Eizellen werden mit den Samenzellen des männlichen Partners oder eines  Spenders befruchtet und für fünf Tage in unserem Labor kultiviert. Während dieser Zeit teilen und entwickeln sich die Zellen weiter. Am 5. Tag bezeichnet man die Embryonen als Blastozysten. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem unsere hochspezialisierten Embryologen beurteilen können, welche Embryonen die besten Eignungsvoraussetzungen zu haben scheinen. Am Tage des Embryotransfers werden dann ein oder zwei der besten Embryonen mit einem dünnen, weichen Plastikkatheter durch die Scheide und den Muttermund in die Gebärmutter der Empfängerin eingebracht. Der Eingriff ist im Allgemeinen schmerzfrei und dauert nicht lange.

Bei einer IVF- oder ICSI-Behandlung in Kombination mit einer frischen Eizellspende nutzen wir zumeist  einen  frischen Embryo für den Transfer (ein Blastozyste höchster Qualität) und frieren die verbleibenden hochwertigen Embryonen ein. In dem Fall, dass der Transfer eines frischen Embryos nicht funktioniert, werden in den meisten Fällen zwei gefrorene Embryonen transferiert. Die endgültige Entscheidung, ob ein oder zwei Embryonen eingebracht werden, liegt aber bei den Patienten, die dies auf Grundlage unserer Empfehlung entscheiden. Für unsere Empfehlung beurteilen wir die medizinische Situation bei der jeweiligen Patientin und die Qualität der Embryonen.  

Im Jahr 2014 lag die klinische Schwangerschaftsrate bei frischen Eizellspendenzyklen bei 56,7% pro frischem Embryotransfer und bei 50,9% pro gefrorenem Embryotransfer.

Unsere Empfehlung, lediglich ein frisches Embryo für den Transfer vorzusehen, sofern es von herausragender Qualität ist, beruht auf den folgenden Tatsachen:

  • Verglichen mit dem Transfer von einem frischen Embryo werden Ihre Erfolgsaussichten beim Transfer von zwei frischen Embryonen nicht signifikant erhöht (die klinische Schangerschaftsrate nach dem Transfer von zwei frischen Embryonen betrug im Jahr 2013 61%)
  • Der Transfer von zwei frischen Embryonen führt zu einer Zwillingsrate von 40%
  • Bei Zwillingsschwangerschaften liegt die Komplikationsrate für die Mutter und die Kinder 5 bis 6 Mal so hoch wie bei Einzel-Schwangerschaft

Behandlung nach dem Embryotransfer

Die Hormontherapie mit Östrogen und Progesteron wird auch nach dem Embryotransfer für zwei Wochen fortgesetzt. Zu dem Zeitpunkt wird dann ein Schwangerschaftstest durchgeführt, entweder mittels einer Blut- oder Urinprobe. Bei einem positiven Testergebnis sollten Sie zwei Wochen danach eine Ultraschalluntersuchung zur Bestätigung der Schwangerschaft machen lassen. Wenn auf dem Ultraschallbild eine sogenannte "fötale Verdickung" (die wie ein Reiskorn im Dottersack aussieht) zu sehen ist, kann das als klinischer Schwangerschaftsnachweis gewertet werden. Sie sollten die Einnahme der Östrogen- und Progesteronpräparate bis zur 12. Schwangerschaftswoche fortsetzen und danach bis zur 30. Woche nur noch das Progesteronhaltige Mittel einnehmen.  Schauen Sie doch einfach hier, um genauer zu verstehen, warum eine Schwangerschaft mit einer Eizellspende so etwas ganz besonderes ist >>>

 

Geben Sie uns bitte Bescheid, sobald Ihnen das Ergebnis Ihres Schwangerschaftstests vorliegt, wir sind ganz gespannt auf Ihre Nachricht! Wenn Sie schwanger geworden sind, würden wir sehr gerne über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden gehalten werden. Wir hoffen natürlich, dass sich alles gut entwickelt. Falls es in den ersten drei Monaten dennoch zu irgendwelchen Komplikationen kommen sollte, haben unsere Patientinnen schon im Voraus Informationen darüber bekommen, was in einem solchen Falle zu tun wäre: >>>

Falls Ihr Schwangerschaftstest negativ ausgefallen sein sollte, besteht leider nur eine ausgesprochen geringe Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger sind. Dennoch nehmen einige Patientinnen ihre Medikamente weiterhin und lassen ein paar Tage später noch einmal einen Schwangerschaftstest machen. Wenn dieser Test auch ergibt, dass keine Schwangerschaft vorliegt, kann die Hormonbehandlung abgesetzt werden.

Und falls es dieses Mal nicht so geklappt hat, wie Sie sich das erhofft hatten, werden wir unser Bestes tun, um Ihnen den Beistand und Rat zu geben, den Sie jetzt brauchen.

Ebenso wie bei jeder anderen Schwangerschaft besteht auch nach einer IVF-Behandlung ein geringes Risiko, dass es zu einer Fehlgeburt, einer ektopischen Schwangerschaft oder einer fötalen Fehlbildung kommt, bzw. Komplikationen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft oder bei der Geburt auftreten.  Das Risiko, eine Fehlgeburt nach einer Eizellspende an der AVA-Peter Klinik zu erleiden, ist jedoch nicht höher als bei Frauen, die in ihren Zwanzigern sind und ihre eigenen Eizellen nutzen.  Der Grund dafür ist, dass wir hochwertige Eizellen von jungen gesunden Spenderinnen  nutzen, Ihnen höchst wirksame Hormonpräparate zur Unterstützung empfehlen und sehr hohe Maßstäbe bei der Kommunikation anlegen, um dadurch etwaige Komplikationen von vorne herein zu verhindern anstatt sie später heilen zu müssen. 

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A blog by Tone Bråten family counsellor

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  • Willeke and Mario from Netherlands come to AVA-Peter for egg donation treatment… Enjoy this touching and sincere documentary by Jorien van Nes