Die Erstberatung

Die meisten unserer Patientinnen kommen zunächst zu einer Erstberatung in die AVA-Peter Klinik, ehe sie dann für den eigentlichen Embryotransfer wiederkommen. Diese Erstberatung ermöglicht es uns, Sie persönlich kennenzulernen, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen und Ihre Wünsche mit Ihnen zu besprechen, bevor wir dann eine passende Eizellspenderin für Sie aussuchen. Ihr Lebenspartner kann seine Samenzellen zum Einfrieren abgeben, damit sie am Tage der Eizellentnahme aufgetaut und verwendet werden können. Das bedeutet auch, dass Ihr zweiter Aufenthalt in St. Petersburg lediglich fünf und nicht neun Tage dauern wird.
Ablauf der Erstberatung

Der Ablauf der Behandlung von Patientinnen, die zu einer Erstberatung und danach zum Embryotransfer in die AVA-Peter Klinik kommen, lässt sich zusammenfassend in zehn Schritte unterteilen:
Füllen Sie bitte unseren Fragebogen aus. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung, um eventuelle Fragen zu besprechen und einen Erstberatungstermin zu vereinbaren. Für diese erste Beratung benötigen Sie nur einen Tag, aber es ist trotzdem ratsam, Hin- und Rückflug nicht für ein und denselben Tag zu buchen, einfach um unnötige Hetze und Stress zu vermeiden. Viele unserer Patientinnen legen ihre Erstberatung auf einen Montag oder Freitag, damit sie so ein schönes, verlängertes Wochenende in St. Petersburg verbringen können.
Sie müssen sich ein visum, besorgen und die entsprechenden Flüge sowie ein Hotelzimmer buchen.
Sie kommen in der AVA-Peter Klinik an und lernen den Arzt, bzw. die Ärztin kennen, der/die Sie persönlich betreuen wird. Wir benötigen Ihren Reisepass, die Laborergebnisse und Berichte über frühere Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie mehrere Farbfotos von Ihnen (entweder Fotos neueren Datums oder Aufnahmen, die in Ihrem 2. und 3. Lebensjahrzehnt entstanden sind). Zwei der Fotos sollten Ihren Kopf und Ihr Gesicht zeigen (eine Frontal- und eine Profilaufnahme). Auf einem weiteren Bild sollten Sie vollständig aufrecht stehend zu sehen sein. Der Arzt, bzw. die Ärztin bespricht Ihre Wünsche mit Ihnen und nimmt eine Reihe von Untersuchungen vor. Wir können dadurch abklären, ob es medizinische Probleme gibt, die vor Beginn der Fruchtbarkeitsbehandlung gelöst werden müssen. Die russischen Bestimmungen sehen vor, dass zum Zeitpunkt des Embryotransfers einige aktuelle Laborwerte vorliegen müssen, daher werden ein paar Untersuchungen noch einmal in Ihrem Heimatort wiederholt werden müssen, ehe Sie das zweite Mal nach St. Petersburg kommen.
Von der Patientin müssen folgende Untersuchungsergebnisse vorliegen:
- Blutgruppe
- HIV, Hepatitis B und C, Lues (3 Monate Gültigkeit)
- Blutbild (1 Monat Gültigkeit): Erythrozyten (rote Blutkörperchen), und Leukozyten (weiße Blutkörperchen) sowie Lymphozyten, neutrophile, basophile und eosinophile Granulozyten, Hämoglobin
- biochemische Blutwerte (Zucker, Kreatinin, Bilirubin, ALAT, ASAT, Eiweiß) (1 Monat Gültigkeit)
- bakteriologischer Abstrich (1 Monat Gültigkeit)
- PAP-Abstrich
- TSH, Prolaktin
- Arztbrief von einem Allgemeinmediziner aus Ihrem Heimatland mit Angaben über Ihren gesundheitlichen Allgemeinzustand und der Bestätigung, dass keine Gegenanzeigen gegen eine Schwangerschaft vorliegen.
Vom männlichen Partner müssen folgende Ergebnisse vorliegen (wenn die Samenzellen des Partners verwendet werden): HIV, Hepatitis B und C, Lues (3 Monate Gültigkeit). Wir benötigen auch eine Spermienprobe Ihres Lebenspartners zur Untersuchung. Die Probe kann entweder in der Klinik oder in Ihrem nahegelegenen Hotel gewonnen und in einem von uns zur Verfügung gestellten sterilen Gefäß abgegeben werden. Wir empfehlen dem Partner, zwei bis fünf Tage vor der Abgabe der Samenprobe keine Ejakulation mehr zu haben (sei es durch Geschlechtsverkehr oder Masturbation). Die Samenzellen müssen bei Körpertemperatur gehalten und innerhalb einer Stunde nach Ejakulation bei uns abgegeben werden. Falls es Ihnen lieber ist, sich nur fünf anstelle von neun Tagen in St. Petersburg aufzuhalten, kann ein Teil der Samenzellen eingefroren werden.
Wir besprechen die Ergebnisse des Spermientests, die sehr schnell zur Verfügung stehen, mit Ihnen und klären, wann Sie mit der Eizellspendebehadnlung beginnen möchten. Wir sind da flexibel und bemühen uns stets darum, die Behandlung nach Ihren zeitlichen Vorgaben einzuplanen.
In der Erstberatung wird auch besprochen, wie der Embryotransfer abläuft und der Termin dafür geplant und festgelegt. Wir sprechen auch Ihre Wünsche hinsichtlich der Auswahl einer Eizellspenderin mit Ihnen durch und beginnen unsere Suche nach der Spenderin, deren Merkmale am besten passen und die in dem für Sie am günstigsten Zeitraum zur Verfügung steht.
Darüber hinaus erhalten Sie den für Sie persönlich erstellten Behandlungsplan und das Rezept für die erforderlichen Medikamente. Alternativ können wir Ihnen auch die Angaben zu den notwendigen Medikamenten mitgeben, damit Ihr behandelnder Arzt die Medikamente zu Hause verschreiben kann. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Sie ganz sicher sind, dass Ihr Arzt willens und in der Lage ist, die Medikamente zu verschreiben. Sollten in dieser Hinsicht irgendwelche Zweifel bestehen, so raten wir Ihnen, die Medikamente in unserer Klinikapotheke zu kaufen, weil wir keine Arzneien aus Russland verschicken können.
Sie fahren zurück in Ihr Heimatland und bleiben mit uns in Kontakt, während wir die am besten geeignete Eizellspenderin für Sie suchen. Sie erhalten dann nicht-personenbezogene Angaben über Ihre Spenderin, wie auch Angaben über relevante medizinische Einzelheiten und äußere Merkmale. Wenn Sie mit dieser potentiellen Spenderin einverstanden sind, bestätigen wir unsererseits, dass alle Beteiligten nun für den Behandlungsbeginn bereit sind. Falls Sie doch lieber eine andere Eizellspenderin haben möchten, gehen wir unsere Datenbank noch einmal durch.
Erst nachdem Sie Ihre Zustimmung zur Spenderin und zu den geplanten Terminen gegeben haben, erhalten Sie per E-Mail eine Rechnung. Die Zahlung sollte nicht später als zwei Wochen vor Beginn der Medikamenteneinnahme durch die Eizellspenderin (die ‚Stimulationsphase’) durch Überweisung erfolgen.
In den meisten Fällen wird es so sein, dass Sie damit anfangen, (von unserem Arzt verschriebene) orale Verhütungsmittel einzunehmen, um Ihren Zyklus mit dem der Spenderin zu synchronisieren. Falls erforderlich, erhalten Sie eine Woche vor Einnahme der letzten Pille eine Spritze mit einem „herunter- regulierenden“ Medikament. Hierdurch wird Ihr Zyklus optimal mit dem der Spenderin synchronisiert, denn es wird erreicht, dass Ihre Eierstöcke bis zum Zeitpunkt der Eizellentnahme bei der Spenderin inaktiv bleiben. Am vorher festgelegten Tag nehmen Sie die letzte Pille ein; einige Tage danach kommt es dann zu einer „Abbruchblutung“ (Regelblutung). 
Nach der “Abbruchblutung” befolgen Sie unsere Anweisungen, (die wir bei Ihrem Erstbesuch besprochen und schriftlich fixiert haben), zur Vorbereitung auf den Embryotransfer. Üblicherweise wird eine Ultraschalluntersuchung eine Woche nach Einnahme der letzten Antibabypille (d.h. einige Tage nachdem Ihre “Abbruchblutung” begonnen hat) durchgeführt, um sicherzugehen, dass die Gebärmutterschleimhaut dünn ist. Sie müssen selbst dafür sorgen, dass ein Arzt die Ultraschalluntersuchung vornimmt und Sie müssen uns das Ergebnis mitteilen. Danach beginnt die Behandlung mit einem Östrogenpräparat, meist in Form von Tabletten, Pflastern und/oder eines Gels. Fünf Tage vor dem geplanten Embryotransfer beginnt dann die Progesterongabe (zumeist als Vaginalzäpfchen oder Salbe). (Je nach dem ob Sie eingefrorene oder frische Samenzellen nutzen, wird dies kurz vor oder kurz nach Ihrem zweiten Aufenthalt in St. Petersburg sein).
Den Termin für Ihren zweiten Aufenthalt in St. Petersburg (für den Embryotransfer) hatten wir bereits bei Ihrer Erstberatung diskutiert und festgelegt. Ihnen wurde auch ein detaillierter persönlicher Behandlungsplan ausgehändigt. Kümmern Sie sich bitte darum, dass alles, d.h. Ihr visum, Flüge and a Hotelzimmer , entsprechend arrangiert ist. Sofern Sie frische Samenzellen nutzen, empfehlen wir Ihnen, zwei Tage vor Entnahme der Eizellen in St. Petersburg anzukommen. Dies ist erforderlich, weil der genaue Termin der Eizellentnahme davon abhängt, wie die Spenderin auf die Hormonbehandlung anspricht. Es kann also sein, dass die Eizellentnahme zwei Tage vor oder nach dem ursprünglichen Stichtag erfolgen muss. Ihr Aufenthalt würde also insgesamt neun Tage betragen. Sofern Sie eingefrorene Spermien nutzen, sollten Sie zwei Tage vor dem geplanten Termin für den Embryotransfer nach St. Petersburg reisen. Sie werden insgesamt fünf Tage in der Stadt sein. Der Termin für die Eizellentnahme kann mit Gewissheit erst drei oder vier Tage vorher bestimmt werden; es ist jedoch keinesfalls ratsam, so lange mit der Planung für das Visum, die Flüge und das Hotel zu warten.
Sie reisen zum zweiten Mal nach St. Petersburg. Falls Sie frische Samenzellen nutzen, wird Ihr Lebenspartner diese am Tag der Entnahme der gespendeten Eizellen abgeben müssen (es sei denn, Sie nehmen Spendersamen in Anspruch). Wir empfehlen dem Partner, zwei bis fünf Tage vor Abgabe der Samenprobe keine Ejakulation mehr zu haben (sei es durch Geschlechtsverkehr oder Masturbation). Sofern Sie eingefrorene Spermien nutzen, können wir diese termingerecht zum Tag der Eizellentnahme auftauen und Sie brauchen nicht persönlich anwesend zu sein. Der genaue Tag der Eizellentnahme liegt erst drei bis vier Tage vorher fest. Sobald die Eizellen befruchtet sind, werden sie zu Embryonen und entwickeln sich in unserem Labor drei oder (meistens) fünf Tage weiter. Am fünften Tag bezeichnet man sie Blastozysten. Ein bis zwei der besten Embryonen werden in die Gebärmutter eingepflanzt, je nach dem wie viele Embryonen Sie transferiert haben möchten. Auf Wunsch können überzählige hochwertige Embryonen eingefroren werden.
Im Jahr 2008 haben wir eine Schwangerschaftsrate von 60 % nach Transfer von zwei frischen Embryonen im Blastozystenstadium erreicht.
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Fruchtbarkeitsbehandlung mit einem guten Ergebnis in unserer Klinik!
Es grüßt Sie herzlich
das gesamte Team der AVA-Peter Klinik
Related pages in other lnguages English Egg donation Netherlands Eiceldonatie Dansk Ægdonation



